Von der Gewalt, die alle Wesen bindet, befreit der Mensch sich, der sich überwindet.

Johann Wolfgang von Goethe

Von der Gewalt, die alle Wesen bindet, befreit der Mensch sich, der sich überwindet.

 
 

«Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen.»

Antoine de Saint-Exupéry

«Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen.»

 
 
 

Friedrich von Schiller

"Der Mensch ist noch sehr wenig, wenn er warm wohnt und sich satt gegessen hat, aber er muss warm wohnen und satt zu essen haben, wenn sich die bessre Natur in ihm regen soll."

Friedrich von Schiller

 
 
 

«Man muss sich der Idee erlebend gegenüberstellen können, sonst gerät man unter ihre Knechtschaft.» Rudolf Steiner

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Kein Akademiker


«Ich bin ja kein Akademiker», verkündet Götz W. Werner vor Akademikern, «aber ich bin auch auf eine Universität gegangen, auf die Universität des Lebens. Und die Bemühung auf der Universität des Lebens muss sein, möglichst wenige Schlüsselerlebnisse zu versäumen, und dass man die Schlüsselerlebnisse ernst nimmt. Man geht ihnen nach, prüft sie, es wird einem evident. Dann kann man nicht sagen, April April, ich mache es aber doch anders.»

Es gibt Schlüssel zum Verständnis von Götz W. Werner. Einer ist, dass er wahrnimmt und sich zum Bewusstsein bringt, daraus folgert und macht, wo andere nur wissen und in der Funktion bleiben. Bei Vorträgen zum Grundeinkommen ruft er gerne in den Saal: «Jetzt ziehen Sie mal alles aus, was nicht in diesem Land hergestellt wurde!» Arbeitsteilung, globaler Handel, das wissen wir, sind uns dessen aber nicht bewusst.

Arbeitsteilung zum Beispiel heißt? Zusammenarbeit. Heißt? Das ist ein Prozess, und in einem Prozess ist jeder gleich wichtig. Heißt? Gegenseitige Wertschätzung auf gleicher Augenhöhe. Wertschätzung auf gleicher Augenhöhe heißt, dem anderen zutrauen, was man für sich selbst annimmt, nämlich selbst denken zu können, in dem zu wurzeln, worin man selbst als Mensch auch wurzelt und aus sich heraus, aus eigenem Begreifen handeln zu wollen. Heißt: völlige Transparenz, Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume. Für jeden. Lernen in der Arbeit. LidA heißt das bei dm. Aber nicht, weil das ein schönes Ideal ist. Sondern weil am Vorhandenen das Wesentliche erkannt ist. Und daraus wird gefolgert. Weder idealistisch noch hinterlistig, sondern um die Verhältnisse zu schaffen, in denen es am besten läuft. Da ist eine Portion Selbstlosigkeit im Spiel. Man glaubt es kaum, aber das macht den Unternehmer. Er schafft zielgerichtet Verhältnisse für das Vorankommen anderer. Und damit stellt sich bald die Frage, was er denn unter dem anderen versteht. Menschenbild. Weltbild. Hat der Ehrgeiz sich erst selbst bewiesen und ist der Geldschleier weg, stellt sich die Frage, für wen man eigentlich tätig ist.

Über 1 Million Menschen kommen jeden Tag als Kunde in eine dm Filiale. Allein in Deutschland. Über 36 Tausend Menschen arbeiten bei dm, einschließlich Österreich und Süd-Osteuropa. In Deutschland macht der Konzern 4 Milliarden Euro Umsatz im Jahr.

«Herr Werner», spricht die Kassiererin ihn an, als er an der Kasse seinen Einkauf bezahlt, «Herr Werner, ich wollte mich einmal bei Ihnen bedanken, dass ich hier arbeiten darf.»

«Oh», entfährt es ihm, «ich muss mich bei Ihnen bedanken!» – «Wieso denn?» – «Na, wenn sie das hier nicht machen würden, müsste ich mich da hinsetzen.»

Ganzer Text zu:
Wer ist Götz Werner, wie und warum?


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