Von der Gewalt, die alle Wesen bindet, befreit der Mensch sich, der sich überwindet.

Johann Wolfgang von Goethe

Von der Gewalt, die alle Wesen bindet, befreit der Mensch sich, der sich überwindet.

 
 

«Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen.»

Antoine de Saint-Exupéry

«Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen.»

 
 
 

Friedrich von Schiller

"Der Mensch ist noch sehr wenig, wenn er warm wohnt und sich satt gegessen hat, aber er muss warm wohnen und satt zu essen haben, wenn sich die bessre Natur in ihm regen soll."

Friedrich von Schiller

 
 
 

«Man muss sich der Idee erlebend gegenüberstellen können, sonst gerät man unter ihre Knechtschaft.» Rudolf Steiner

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Know-why


Know-why. Die Wende vom Wie zum Warum entstand in den Jahren 1976-78. Das kam so:

Seine Schulzeit hatte Götz W. Werner nicht in guter Erinnerung. Für seine Kinder wollte er etwas anderes und schickte sie in die Waldorfschule. Das heißt, er gründete eine. Er wurde Mitbegründer der Waldorfschule in Karlsruhe. Dann wollte er auch wissen, was dahinter steht, dieser Rudolf Steiner eben, diese Anthroposophie. Da las er einwenig. Und dann lernte er auf einem Seminar zur Organisationsentwicklung diesen Holländer kennen, der in Indonesien aufgewachsen war, und der dem Herrn Werner anhörte, dass der wohl was mit Anthroposophie zu tun habe. Er selbst nämlich auch, der Hellmuth ten Siethoff vom NPI in Amsterdam, dem Niederländischen Pädagogischen Institut. In dem, was Herr ten Siethoff auf seinem Seminar vorgestellt hatte, erkannte Werner genau die Situation, in der dm sich befand: Differenzierungsphase. Die Pionierphase war vorbei. Werner: «Erfolg heißt Erfolg, weil er Folgen hat. Die Folge ist, dass einen so'n Laden über den Kopf wächst. Dann muss man das durch entsprechende Bewusstseinsbildung wieder ausgleichen, sich weiterentwickeln und den Gap (die Lücke zwischen Bewusstsein und Verhältnissen) wieder verringern. Je kleiner der Gap ist, je größer ist der Mut, wieder was Neues weiter zu machen.»

Ob man mit der Anthroposophie auch etwas im Unternehmen machen könne, wollte Werner von ten Siethoff wissen, und vergaß nie dessen erste Fragensalve: «Ist das Unternehmen für Sie da? Oder sind Sie für das Unternehmen da? Sind die Mitarbeiter für Sie da? Oder sind Sie für die Mitarbeiter da? Ist das Unternehmen für die Kunden da? Oder sind die Kunden für das Unternehmen da?» Die Fragen wiederholte sich Götz Werner jeden Tag. Fast jeden. Oft jedenfalls. Ten Siethof brachte kein neues Modell, kein anthroposophisches- oder ten Siethoff Modell. Sondern? «Fragen, und damit auch die neuen Gesichtspunkte. Es kam ein neuer Blickwinkel und damit auch eine neue Fragestellung», sagt Götz Werner. Und wie war es vorher? «‘Harzburger Modell’», erklärt Werner, das war vom Militär abgeguckt, «ad rem, nicht ad personam, die Sache hat Vorrang, die Person ist untergeordnet, Dienstanweisungen, Stellenbeschreibungen überall, organisieren halt.» Zentralistisch. Genau das ging aber nicht mehr. 'Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser', dieses Prinzip ließ den bürokratischen Wasserkopf überproportional zum übrigen Unternehmen wachsen und die unproduktiven Kosten mit. Um die 150 Filialen waren es jetzt. Werner: «Wie wenn ein Kind wächst und die Klamotten passen nicht mehr. Beine zu kurz, Schultern zu eng.»  Schließlich brachte es eine Werbeagentur auf den Punkt: Warum macht ihr das hier eigentlich? Wozu? Geld verdiente Götz Werner genug. Beweisen musste er sich nicht mehr. Immer mehr, das musste er sich nicht antun. Know-why. Warum verkaufen wir Zahnpasta? Warum wollen wir wachsen? Der Sinn? Warum sind wir ein Drogerie-Markt?

Letztere Frage bekamen die Führungskräfte einmal als Seminaraufgabe vorgelegt. Komplizierte Gedanken entstanden, hohe auch, weit reichten die Erklärungen. Viele Flippcharts voll. «Na», sagte Götz Werner schließlich, «der Grund ist ganz einfach: weil ich nichts anderes gelernt habe.»

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Wer ist Götz Werner, wie und warum?


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