Von der Gewalt, die alle Wesen bindet, befreit der Mensch sich, der sich überwindet.

Johann Wolfgang von Goethe

Von der Gewalt, die alle Wesen bindet, befreit der Mensch sich, der sich überwindet.

 
 

«Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen.»

Antoine de Saint-Exupéry

«Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen.»

 
 
 

Friedrich von Schiller

"Der Mensch ist noch sehr wenig, wenn er warm wohnt und sich satt gegessen hat, aber er muss warm wohnen und satt zu essen haben, wenn sich die bessre Natur in ihm regen soll."

Friedrich von Schiller

 
 
 

«Man muss sich der Idee erlebend gegenüberstellen können, sonst gerät man unter ihre Knechtschaft.» Rudolf Steiner

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Neues Buch: Was fehlt, wenn alles da ist?
 

Neues Buch: Was fehlt, wenn alles da ist?

17.09.2015

Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre? Was würden Sie tun, wenn Sie tun könnten, was Sie wirklich wollen? Wofür stehen Sie morgens auf ? Was trauen Sie sich zu und was den anderen?
Die Schweiz ist das erste Land, das demnächst über die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens abstimmen wird. Sozialisten und Kapitalisten, Liberale und Konservative, Unternehmer und Gewerkschafter bekämpfen den Vorschlag – und begeistern sich für ihn. Der Grund dafür: Das bedingungslose Grundeinkommen lässt uns die richtigen Fragen stellen. Ein provokativer Essay der Initiatoren der Schweizer Volksabstimmung 2016.

Erscheint am 22. September.



Freiheit heißt, Verantwortung zu übernehmen
 

Freiheit heißt, Verantwortung zu übernehmen

15.07.2015

Ein Kommentar von Prof. Götz W. Werner  

„Der eine fragt: Was kommt danach? Der andre fragt nur: Ist es recht? Und also unterscheidet sich der Freie von dem Knecht." Dieser Ausspruch von Theodor Storm ist in der Unternehmenszentrale von dm-drogerie markt in den Besprechungsräumen zu lesen. Er soll darauf aufmerksam machen, dass sich im Idealfall möglichst viele Kollegen jeden Tag aufs Neue fragen: Bin ich der Freie? Die Sätze sollen ein Bewusstsein dafür befördern, dass jeder Mensch für die Folgen seiner Handlungen verantwortlich ist. 

Als Unternehmer habe ich mich bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen der dm-Arbeitsgemeinschaft oft gefragt: Begünstigen die Verhältnisse, dass die Menschen selbst erkennen, worauf es jeweils ankommt? Und das ist auf unser gesamtes Zusammenleben übertragbar: Bringen sich die Menschen als Freie ein, die den Anspruch haben, die Folgen ihrer Taten selbst zu bedenken und selbst verantworten zu wollen? Freie, die sich selbst bewusst werden, was sie wollen? Freie, die aus diesem Bewusstsein heraus zu einer selbstgewählten Gemeinschaft finden, in der sie sich zusammen weiterentwickeln?

Der bekannte Psychoanalytiker Viktor Frankl soll bei einem Gespräch mit Gefängnisinsassen gesagt haben: „Wenn ihr herauskommt seid ihr frei, um Verantwortung zu übernehmen.“ Das ist ein sehr zutreffendes Bild, um zu veranschaulichen, was Freiheit bedeutet: Man ist nicht frei, wenn die Gitter fehlen, sondern wenn Verantwortung übernommen wird. In diesem Sinne kann Freiheit nicht gegeben werden, sondern definiert sich von innen aktiv, nicht passiv anhand äußerer Bedingungen. Keine fremdbestimmte, gewährte, temporäre Freiheit, sondern selbstbestimmte, umfassende Freiheit. Für den Holocaust-Überlebenden Frankl hat der Mensch einen „Willen zum Sinn“, er will den Sinn des Lebens begreifen und das Leben aktiv mitgestalten, was Frankl selbst in ausweglosen Situationen für möglich hält.

Die Frage nach dem Sinn hat eine ungeheure Sogwirkung. Wenn wir nach dem Warum und Wozu fragen, wird vieles klarer. Wenn wir den Dingen mit einer solchen Fragehaltung begegnen, verändert sich die Ausrichtung. Es entsteht ein anderes Bewusstsein und wir müssen uns über die Ziele klar werden. Wir müssen darüber sprechen, wie wir uns die Zukunft vorstellen, wie wir sie antizipieren können.

Bemühe ich mich, einen Beitrag zu leisten, der anderen Menschen und der Welt Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet? Habe ich nur meine persönliche Entwicklung im Blick oder denke ich auch an die Folgen meiner Handlungen für mein Umfeld? Das sind höchst spannende Fragen für die Gestaltung unseres Zusammenlebens. Dabei beginnt oder scheitert alles im Denken. Denn was ich nicht denken kann, kann ich auch nicht wollen und was ich nicht will, kann ich nicht tun. Wenn Menschen etwas tun, was sie nicht gedacht haben, führt das zu Fehlern, zu Krisen und zu menschlichem Leid. Schauen Sie nur in diese Zeitung! Schauen Sie auf die Finanzmärkte und jeder kann erkennen, wohin es führt, wenn Menschen etwas wollen, was sie nicht denken können. Wir haben ein undurchdringliches Gewirr autonom gewordener Finanzmechanismen geschaffen. Und das hat schwerwiegende Folgen, denn was wir nicht verstehen, können wir nicht gestalten – wir hängen bildlich am Schweif des Pferdes, anstatt im Sattel zu sitzen und die Zügel in der Hand zu haben. Und wie gelingt es uns die „Geister, die wir riefen“ wieder los zu werden? Indem wir uns fragen, was das Wesentliche ist. Es ist die Gretchenfrage unserer Gesellschaft: Ist der Mensch Mittel oder Zweck?

In der Diskussion um die Herausforderungen für Griechenland und Europa müssen wir uns klar machen: Es geht immer um die Menschen, ohne sie wäre alles sinnlos. Geld hat nur eine dienende Funktion. Wird es zum Zweck erhoben, entsteht menschliches Leid! Die Menschen sind der Zweck allen Wirtschaftens, aller politischen Bestrebungen, aller Gesetze, Pläne und Ideen.

Wenn die Menschen das erleben, werden sie sich ihrer Verantwortung bewusst und sind bereit sich mit ihren Talenten und Fähigkeiten einzubringen, eigenständig Aufgaben zu ergreifen und Probleme zu lösen. So treffend wie kein anderer formulierte das Johann Wolfgang von Goethe in seinem Faust: „Das ist der Weisheit letzter Schluss: Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss.“

Der Beitrag erschien in gekürzter Form zuerst am 8. Juli 2015 im Handelsblatt.

 

 



 

Benefizsymposium Eigenverantwortung mit Götz W. Werner

30.06.2015

Donnerstag, 16. Juli 2015, Goethe Universität Frankfurt Main: Benefizsymposium zum Thema „Eigenverantwortung – Grundlage für ein erfülltes Leben und eine solidarische Gemeinschaft.“. Mit Jens Corssen, Pater Dr. Anselm Grün, Prof. Götz W. Werner. Die Fragen: Was bedeutet Eigenverantwortung? Was sind die Voraussetzungen und Grenzen für eigenverantwortliches Handeln? Wie können Kirche, Unternehmen, Politik und unsere Gesellschaft zu mehr Eigenverantwortung beitragen?

Die Veranstaltung wird vom Round Table 90 Frankfurt organisiert. Die Erlöse kommen dem eigenverantwortlich initiierten und selbstständig betriebenen nationalen Serviceprojekt „Round Table Kinder- und Jugendcamp Kaub e.V.“ zugute.

Weitere Informationen beim Round Table Frankfurt. Karten für 20 EUR gibt es hier



Durch Willenstärke zum Ziel
 

Durch Willenstärke zum Ziel

17.06.2015

"Willensstärke verhilft uns Unternehmern dazu, dass wir uns Wissen aneignen. Diese Aneignung von Wissen ist eine unerlässliche Voraussetzung, damit wir uns geistig, inhaltlich und theoretisch weiterentwickeln. Denn nur so können wir unsere Aufgaben erkennen, definieren, durchführen, das Gewordene hinterfragen und aus der Reflexion heraus das Neue kreieren. Wille und Wissen helfen Ihnen, Ihren Ideen in der Welt Geltung zu verschaffen." so Götz W. Werner in seiner aktuellen Kolumne für das alverde-Magazin. Den vollständigen Text finden sie hier:



»Das Grundeinkommen fasst das heisse Eisen einer sozialen und kulturellen Innovation an.«
 

»Das Grundeinkommen fasst das heisse Eisen einer sozialen und kulturellen Innovation an.«

02.06.2015

»Wäre man sich seiner Fähigkeiten sicher und nicht nur in bestehender Form, könnte man einer neuen Idee auch mal nachgehen und die Perspektiven erleben, die sie öffnet. Das bedingungslose Grundeinkommen ermöglicht mehr. Es ist ein Blick nach vorne. Sind wir denn schon fertig? Soll es bloß so bleiben, wie es ist?« Das sagt Enno Schmidt in seinem sehr lesenswerten Kommentar zur Empfehlung der Schweizer Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit.



Kolumne Mai 2015
 

Kolumne Mai 2015

15.05.2015

»Für andere etwas zu leisten, gibt dem Leben Sinn. Je mehr Menschen in einem Unternehmen selbst erkennen, dass es auf dieses Leisten-Wollen für Mitmenschen ankommt, um dann eigeninitiativ tätig zu werden, umso unternehmerischer wird das Unternehmen. Und umso sinnvoller wird Arbeit.« so Götz W. Werner in seiner alverde-Kolumne im Mai. Den vollständigen Text finden Sie hier:



"Nicht weniger, aber anders"
 

"Nicht weniger, aber anders"

01.05.2015

"Eine Zukunft, die durch weniger formelle Arbeitsverhältnisse gekennzeichnet ist, stellt freilich eine gesellschaftliche Errungenschaft infrage, die viele Menschen in den reichen Ländern längst als selbstverständlich betrachten – und die von vielen Menschen in Entwicklungsländern angestrebt wird: die solide soziale Absicherung durch permanente 'normale' Arbeit." schreibt der Direktor des Instituts zur Zukunft der Arbeit, Klaus F. Zimmer in seiner Kolumne im Handelsblatt.



Mercator-Professur 2015
 

Mercator-Professur 2015

23.04.2015

"Götz W. Werner bürstet wichtige Zeitfragen häufig gegen den Strich und setzt neue Ideen auch in die Tat um." sagt Prof. Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen.  

Am 27. April wird Götz Werner dort die Mercator-Proessur 2015 verliehen. Mit der 1997 eingerichteten Mercator-Professur soll das wissenschaftliche Vermächtnis des berühmten Duisburger Kartographen und Universalgelehrten aus dem 16. Jahrhundert wachgehalten werden. Die Persönlichkeiten, die bisher eine Mercator-Professur innehatten, kommen aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Zu ihnen gehören unter anderen: Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker, Bundesaußenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher unc def Filmregisseure Völker Schlöndorff. >> weitere Informationen 



Empfehlen statt Anweisen - Kolumne im April
 

Empfehlen statt Anweisen - Kolumne im April

15.04.2015

Der letzte Baustein für einen gelingenden „monologischen Dialog“ ist allerdings so wichtig wie der Schlussstein an einem Rundbogen: Es ist das Zutrauen, dass meine Zuhörer ihren Verstand nicht schlechter einsetzen als ich meinen eigenen." schreibt Götz W. Werner in seiner Kolumne zum "monologischen Dialog". Hier gibt es den vollständigen Text:

 

 



Erich Fromm Preis 2015
 

Erich Fromm Preis 2015

23.03.2015

«Das Spannende am Unternehmer Götz Werner ist, dass er sich genau dieser Frage verschrieben hat: Wie lässt sich meine unternehmerische Idee – nämlich: der Mensch und das Gelingen des Menschen und des menschlichen Miteinanders soll im Zentrum meines Wirtschaftens stehen – so umsetzen, dass sich das Ideal und die Idee im fakti-schen und realen Handeln der am Unternehmen Beteiligten auch tatsächlich wider-spiegelt?» so Dr. Rainer Funk im Rahmen der Verleihung des Erich Fromm Preises 2015 an Prof. Götz W. Werner. Mehr zur Veranstaltung gibt es hier.




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