„In der Geschichte der Menschheit gibt es kein freiwilliges Zurück, und wir sollten diese ganze Energie darauf richten, zu sagen, wie können wir das so gestalten, dass möglichst viele ein gutes Leben davon haben und nicht der Worst Case eintritt.“ Richard David Precht im Interview mit dem Deutschlandfunk

 
 
 

“It’s not just money that a job provides, it provides dignity and structure and a sense of place and a sense of purpose. So we’re going to have to consider new ways of thinking about these problems, like a universal income, review of our workweek, how we retrain our young people, how we make everybody an entrepreneur at some level.” Barack Obama

 
 
 

"I think we'll end up doing universal basic income." Elon Musk

 
 
 

"Der Mensch ist noch sehr wenig, wenn er warm wohnt und sich satt gegessen hat, aber er muss warm wohnen und satt zu essen haben, wenn sich die bessre Natur in ihm regen soll." Friedrich von Schiller

Home > Blog : Alle | 2018 | June | 01

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Die gestaltende Kraft
 

Die gestaltende Kraft

01.06.2018

Mit dem Grundeinkommen lassen wir die Menschen in Ruhe arbeiten, nämlich frei von Existenzangst. Mit der Konsumbesteuerung lassen wir das Kapital in Ruhe arbeiten, nämlich frei von Zugriffen, bevor die Wertschöpfung in konsumfähige Leistungen für die Gesellschaft zu Ende gekommen ist. Bei alldem geht es nur vordergründig um eine wirtschaftliche Fragestellung. Eigentlich geht es um die menschliche Freiheit und die Freisetzung von Kreativität. Denn beides, Arbeit und Kapital, sind, wie gesagt, Ausformungen derselben humanen Kraft der Kraft, die Wirklichkeit willentlich und planvoll zu gestalten. Das aber bedeutet: Arbeit wie Kapital sind ihrem Wesen nach überhaupt nichts Materielles. Beide mögen sich zwar in materiellen Gegebenheiten zeigen oder ausdrücken – in Produkten, Dienstleitungen, Maschinen, Fabriken oder in unseren großen Infrastruktursystemen. Aber die gestaltende Kraft selbst entspringt unserer geistigen Tätigkeit, unserem Bewusstsein. Sie ist kein Teil der durch dieses Bewusstsein geformten Realität. Mit einem Wort: Arbeit und Kapital sind geistige Phänomene. Sie sind nicht irgendwo in der Welt vorfindbar, sie wirken erkennbar in der Welt. Alles Geistige in der Welt aber ist Prozess. Es zeigt sich nicht als solches, sondern dadurch, dass es die Dinge verändert, in Bewegung bringt, »ver-rückt«. Nachher sieht die Welt immer anders aus. Aber die Veränderungskraft erscheint nicht, sondern nur das Veränderte. Für diese Veränderungskraft ein Bewusstsein zu schaffen, ist die Aufgabe unserer Kultur.

Aus: "Einkommen für alle"

 




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