Von der Gewalt, die alle Wesen bindet, befreit der Mensch sich, der sich überwindet.

Johann Wolfgang von Goethe

Von der Gewalt, die alle Wesen bindet, befreit der Mensch sich, der sich überwindet.

 
 

«Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen.»

Antoine de Saint-Exupéry

«Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen.»

 
 
 

Friedrich von Schiller

"Der Mensch ist noch sehr wenig, wenn er warm wohnt und sich satt gegessen hat, aber er muss warm wohnen und satt zu essen haben, wenn sich die bessre Natur in ihm regen soll."

Friedrich von Schiller

 
 
 

«Man muss sich der Idee erlebend gegenüberstellen können, sonst gerät man unter ihre Knechtschaft.» Rudolf Steiner

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Enno Schmidt


Enno Schmidt ist Künstler. Sein Weg von der Malerei bis zum Engagement für das bedingungslose Grundeinkommen ist für ihn eine Konsequenz des Künstlerseins: Die Initiative des freien Künstlers, die Präzision, mit der er wahrnimmt und seine Arbeit entwickelt, leitet ihn. Seit Jahren befasst er sich zudem mit Unternehmen, betrachtet diese konkret auf der Ebene der Kunst, um auch hier (mit) zu gestalten – was seiner Tätigkeit als Künstler entspricht. Das Ergebnis kann für ihn so wenig vorgeplant werden wie ein Bild. Der Weg des eigenen Fragens und Nachdenkens ist wesentlich. 2006 gründete er zusamen mit Daniel Häni die «Initiative Grundeinkommen» in der Schweiz. Diese bereitet zusammen mit Partner eine Volksinitiative in der Schweitz vor. Gemeinsam mit Daniel Häni drehte Enno Schmidt das Filmessay Grundeinkommen.


400.000 Menschenbegegnungen - 

Halbzeitstand der Schweizer Volksinitiative zum bedingungslosen Grundeinkommen

Ein Beitrag von Enno Schmidt


Am 21. April 2012 startete die Unterschriftensammlung für ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Schweiz. Den Auftakt gab das Lancierungs-Fest in der Schiffbauhalle in Zürich. Helvetia persönlich schritt durch die Menge und unterzeichnete als erste. Seitdem läuft die Zeit. Bis Ende August 2013 müssen 100.000 gültige Unterschriften beisammen sein. Dann ist die Volksinitiative erfolgreich. Dann findet die weitere Diskussion auf dem Hintergrund statt, dass die Eidgenossenschaft über die Einführung eines Grundeinkommens abstimmt.

Unterstützung von Parteien und Verbänden hat diese Initiative nicht. Wenige sind es, die sich nicht nur gerne eine neue Idee anhören und diskutieren, sondern sich aufraffen und auf die Straße stellen, fremde Leute um eine Unterschrift ansprechen, schrägen Blick in Kauf nehmen, auch mal einen bösen Kommentar, und guter Stimmung bleiben. Dabei geht es nicht um Überzeugungsarbeit auf der Straße, sondern um eine Dienstleistung, den Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Unterschrift zu leisten für eine demokratische Auseinandersetzung um gesellschaftlich weiterführende Fragen. 

Als der Sommer sich neigte, sah die Unterschriften-Ernte noch mager aus. Dunkle Wolken. Doch dann kam die „Generation Grundeinkommen“ ins Spiel. Sportlicher Wettbewerb, Vorbilder, Herausforderung. Zwanzig, fünfundzwanzig Sammler gleichzeitig strömten in Basel vom unternehmen mitte aus in die Stadt. Sie bereisten auch andere Städte und sammelten dort mit Aktiven vor Ort. Es kam ein Zug in die Sache, Erkennbarkeit, Etappenziele, die freigiebig gefeiert wurden. 


100 x 100 hieß die letzte Aktion. Hundert Menschen sammeln je hundert Unterschriften und bringen sie mit zum festgesetzten Termin, zum Fest in Basels erster Adresse, dem Hotel Drei König. Zehntausend Unterschriften stapelten sich so mit einem Mal auf dem roten Teppich. Von jedem Sammler ein ausgesuchtes Portraitfoto dazu. Wertschätzung. 

Bei 70.000 Unterschriften steht die Ernte nun nach neun Monaten. Neun Monate bleiben noch. Weil etwa ein Zehntel der Unterschriften ungültig sein wird, sind etwa 120.000 einzureichen. So ist der Halbzeitstand jetzt 7 zu 12. 


Es bleibt spannend, ob die Volksinitiative zustande kommt. Aber 70.000 Unterschriften, das sind rund vierhunderttausend Menschenbegegnungen eins zu eins auf der Straße, vierhunderttausend Menschen, die gefragt wurden, die kurz Betroffene waren, sich entscheiden konnten, ob sie etwas tun oder es lassen. Manche freuen sich, endlich unterschreiben zu dürfen. Manche dürfen nicht: „I can´t speak ... ich bin leider kein Schweizer“

Wird die Volksinitiative erfolgreich sein, wird die Bevölkerung eines ganzen Landes in der Mitte Europas über die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens nachdenken. Dann werden schwere Geschütze aufgefahren werden. Dagegen. Dann wird das die Auseinandersetzung auch im Ausland anregen. Und nicht nur die Auseinandersetzung um ein Grundeinkommen, sondern auch die um demokratische Mitsprache der Bevölkerung. 


Weitere Informationen zur Volksinitiative in der Schweiz gibt es auch unter bedingungslos.ch und grundeinkommen.ch


Die Begründung des Grundeinkommens aus der Kunst

Artikel von Enno Schmidt

Ein grundlegender Text über das bedingungslose Grundeinkommen, erschienen im Universitäts-Verlag Karlsruhe, März 2007.
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Grundeinkommen für die Seele

Wie wirkt Grundeinkommen auf die Seele?

Enno Schmidt schlägt den Bogen von Thomas Morus über Thomas Paine, Milton Friedmann, Otto von Bismarck, Adam Smith bis zu Rudolf Steiner. Im Sozialen umzudenken ist schwerer, als Computer zu erfinden. Weil es im Sozialem um das Begreifen vom Menschen geht, um das Bild vom Menschen. Gesellschaftsutopien hingegen wurden von Science Fictions abgelöst. Schliesslich stellt Schmidt die Frage: Wie wirkt Grundeinkommen auf die Seele? Ein Grundeinkommen, das es noch gar nicht gib, das eine neue Idee ist, noch nicht fertig ausformuliert und nicht abzuholen. Wie es auf Ihre Seele wirkt, können nur Sie erkunden.
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Mehrwert durch Grundeinkommen

Text von Daniel Häni und Enno Schmidt

Solange die Teilung der gesellschaftlichen Wertschöpfung in Privatanteil und Staatsanteil vor allem durch Unternehmensund Einkommenssteuern geregelt wird, muss der Staat die Erwerbsarbeit als allein erstrebenswert hochhalten. Denn von ihr wird das Geld an den Staat abgezweigt. Die Erwerbsarbeit jedoch nimmt ab. Immer weniger Leute mit Job müssen immer mehr ohne Job mitversorgen. An sich ist das kein Problem, denn die Produktivität steigt. Doch die Steuer steht an der falschen Stelle. Was nicht abnimmt, ist der Konsum. Steuern können richtiger Weise nur von einem geschaffenen Mehrwert abgegeben werden.
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Bedingungsloses Grundeinkommen?

Artikel von Enno Schmidt in der «Männerzeitung» im Sommer 2011

Ein Grundeinkommen würde die Kosten der Arbeit senken, Unternehmenskulturen herausfordern, Maschinenarbeit konkurrieren und das Leben freier machen.
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