«Die Welt schuldet keinem von uns einen Lebensunterhalt, aber wir alle schulden einander den Lebensunterhalt.»

Henry Ford

«Die Welt schuldet keinem von uns einen Lebensunterhalt, aber wir alle schulden einander den Lebensunterhalt.»

 
 

«Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen.»

Antoine de Saint-Exupéry

«Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen.»

 
 
 

«Der Offene findet für jedes Problem eine Lösung. Der Verschlossene findet für jede Lösung ein Problem.» Albert Einstein

 
 
 

«Man muss sich der Idee erlebend gegenüberstellen können, sonst gerät man unter ihre Knechtschaft.» Rudolf Steiner

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Fragen und Antworten


Wenn man mit der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens konfrontiert wird, stellen sich einem viele Fragen. Die wichtigsten haben wir hier zusammengefasst. Klicken sie auf die Frage, um zur entsprechenden Antwort zu gelangen.


Wenn jeder ein bedingungsloses Grundeinkommen hat, würde dann noch jemand arbeiten?


  • Wer befürchtet, bei einem Grundeinkommen von zunächst ca. 650,-- EURO (etwa dem heutigen Einkommensteuerfreibetrag) würden die Menschen aufhören zu arbeiten, muss sich die Frage stellen lassen, warum die Menschen nicht auch heute schon die Arbeit niederlegen, sobald sie 650,-- EURO verdient haben? Die Antwort fällt leicht: weil sie sich mehr wünschen als lediglich das Existenzminimum. Es ist also nicht damit zu rechnen, dass die Menschen aufhören zu arbeiten, sobald ein Grundeinkommen in dieser Höhe eingeführt wird.
  • Für viele Menschen ist Arbeit mehr als nur Broterwerb.
  • Selbst wenn zu erwarten wäre, dass die Menschen weniger arbeiten: wir haben ja heute genau das umgekehrte Problem. Die Menschen müssen arbeiten, weil ihr Einkommen allein vom Arbeitsplatz abhängt, sie finden jedoch immer weniger Arbeit. Ein Grundeinkommen würde hier einen Ausgleich herbeiführen.
  • Fragen Sie sich selbst: würden Sie bei einem Grundeinkommen aufhören zu arbeiten? Die häufigste Antwort auf diese Frage ist: Ich zwar nicht, aber die anderen. Diese Antwort ist Ausdruck der unterschiedlichen Sichtweise, die Menschen von sich selbst und von anderen haben. Der Management-Autor Reinhard K. Sprenger beschreibt in seinem Buch „Mythos Motivation - Wege aus einer Sackgasse” eine Umfrage unter Führungskräften, die dies bestätigt: während die Führungskräfte davon überzeugt waren, sich selbst zu motivieren, war die Auffassung der jeweils nächsten Führungsebene, sie müsse ihre Mitarbeiter motivieren.
  • In dieser Frage und der unterstellten Antwort offenbart sich das eigentliche Problem unserer Gesellschaft: ein Kulturproblem! Menschen wären ohne finanzielle Anreize nur dann faul, wenn sie nicht den Sinn ihrer Tätigkeit in den Mittelpunkt stellten. Dabei sind doch auch heute gerade jene unmotiviert, die ihre Arbeit nicht als sinnvoll und erfüllend erleben. Sollten wir nicht besser daran etwas ändern und den Menschen durch Bildung und die Möglichkeit zur Selbstbildung die eigene Sinnfindung erleichtern anstatt durch immer neue finanzielle Zwänge ihren Missmut zu erhöhen? Das Grundeinkommen macht es möglich, eine dem eigenen Lebenssinn entsprechende Tätigkeit wahrzunehmen.

Ist das bedingungslose Grundeinkommen ein zusätzliches Einkommen?


Nein. Das Einkommen kann um den Betrag des Grundeinkommens gesenkt werden. Für den einzelnen Bürger ist es ein Sockelbetrag. Es wird also grundsätzlich an jeden gezahlt, ohne Ansehen sonstiger Einkünfte und Tätigkeiten. Der Mensch und seine Arbeitskraft haben also keinen Warencharakter mehr.

Arbeitsverträge werden dann im gegenseitigen Einvernehmen geschlossen. Durch Vertragsfreiheit kann je nach Qualifikation und Arbeitspräferenz des Einzelnen ein auf das Grundeinkommen aufbauendes Erwerbseinkommen erzielt werden.


Geld ohne zu arbeiten? Wie kann es so etwas geben?


Wir leben nicht vom Gelde, sondern von den Waren und Dienstleistungen, die wir dafür kaufen können. Die Produktivität hat in den vergangenen Jahren so stark zugenommen, dass immer mehr gilt: die Maschinen übernehmen die Arbeit. Insofern gibt es das Geld tatsächlich nicht „ohne Arbeit“, sondern nur in dem Maße, als die Menschen für die automatisierbare Arbeit nicht mehr benötigt werden. Menschen sind für die Konstruktion, Finanzierung, den Bau, die Wartung und schließlich den Abbau der Maschinen nach wie vor erforderlich. Nur eben: in geringerem Maße als früher. In dem Maße, wie die Arbeit als Produktionsfaktor ersetzt wird, muss sie auch als Einkommensfaktor ersetzt werden, wenn nicht die Verarmung der arbeitslosen Einkommenslosen die Folge sein soll. Durch ein Grundeinkommen können die Menschen nicht nur die verbleibende „alte Arbeit“ selbstbestimmt unter sich aufteilen. Auch und gerade die „Neue Arbeit“, die Kulturarbeit im weitesten Sinne (von der Familien- und Erziehungsarbeit, Bildung, Wissenschaft, Forschung, bis zur Medizin, der Pflege und den Künsten) können sie auf der Basis des Grundeinkommens ergreifen (auch trotz der heute noch chronischen Mittelknappheit in all diesen Bereichen).


Ist ein Grundeinkommen finanzierbar?


Allerdings! Wir müssen uns nur vergegenwärtigen, dass wir erstens ja auch schon heute alle Menschen in unserem Land ernähren und dass zweitens alle zur Zahlung eines bedingungslosen Grundeinkommens erforderlichen Geldströme schon heute fließen. „Alles, was sich güterwirtschaftlich erstellen lässt, das lässt sich auch finanzieren” (Oswald von Nell-Breuning)

Schon heute verfügt die große Mehrheit der Menschen über ein Einkommen in Höhe des Grundeinkommens oder darüber. Da das Grundeinkommen Transferleistungen und Erwerbseinkünfte in seiner Höhe ersetzt, ändert sich für diese Menschen und den Kosten nichts. Kaum jemand liegt mit seinem Einkommen deutlich unter dem Grundeinkommensbetrag.


Können wir sicher sein, dass Unternehmen die gesunkenen Lohnkosten auch in Form sinkender Preise weitergeben?


  1. Marktwirtschaft und Wettbewerb bedeuten immer auch Preiswettbewerb. Wenn nur ein einziger Anbieter die gesunkenen Lohnkosten weitergibt um Kunden zu gewinnen, müssen die anderen ihm folgen.
  2. In dieser Frage sind sich die Wirtschaftsexperten einig. Andernfalls würden deren Forderungen nach Lohnsenkungen (auch ohne die Einführung eines Grundeinkommens) zur Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland keinen Sinn ergeben.

Kommt es bei der Umstrukturierung des Steuerwesens nicht zu einer reinen Konsumsteuer zu Schmuggel in dramatischen Ausmaßen?


Nein, denn eine solche Umstellung lässt sich nur über einen längeren Zeitraum hin realisieren. Die Preise bleiben darum im Wesentlichen stabil (vgl. Finanzierung und Wirkung). Bis die Konsumsteuer eine Höhe erreicht, in der sich Schmuggel wirtschaftlich lohnen würde, haben die Vorteile der Umstellung - niedrigere Einkommenssteuern, niedrigere Löhne, niedrigere Netto- und somit Exportpreise, die die Auslandsnachfrage nach deutschen Waren noch einmal deutlich steigern - Deutschland zu einem internationalen Steuer- und Produktionsparadies gemacht.


Müssten Geringverdiener bei einem Anstieg der Mehrwertsteuer nicht einen prozentual höheren Anteil am Steueraufkommen als heute leisten?


Menschen mit hohem Einkommen geben in der Regel einen relativ kleineren Anteil ihres jährlichen Geldeinkommens für ihren Konsum aus als Menschen mit geringem Einkommen. Absolut werden die Konsumausgaben von Menschen mit höherem Einkommen größer sein als die von Menschen mit geringem Einkommen. Je höher das Geldeinkommen ist, desto eher wird es für Güter und Dienstleistungen qualifizierterer Art (nicht für den Grundlebensbedarf) ausgegeben. Unsere deutsche Umsatzsteuer ist so gestaltet, dass Verbrauchsausgaben für den Grundlebensbedarf niedriger besteuert werden (7 %) als andere (z. Zt. 19 %). Es ist eine Frage der Gestaltung der Steuersätze – ihrer Höhe und Differenzierung, ob dies am Ende zu mehr Steuern bei hohem als bei niedrigem Einkommen führt.

Die Meinung, dass unser Steuerwesen dazu da sei, Kapital und Vermögenskonzentrationen zu begrenzen oder zu verhindern, greift zu kurz. Für große Investitionsvorhaben müssen auch große Kapitalien vorhanden sein; die Frage ist jedoch, wie deren Eigentumsseite geregelt wird. „Eigentum verpflichtet“ sagt unser Grundgesetz. Hier besteht in unserer Zeit sicher ein Nachholbedarf in der Ausgestaltung der gesellschaftlichen Eigentumsverfassung. Letztlich geht es um die Frage, ob der Staat dazu da sein soll, die zuvor von den Bürgern bei der Einkommenszumessung selbst gemachten Unterschiede wieder „gerecht“ einzuebnen. Der Staat wird so zum „großen Bruder“. Diese Sicht kann nicht von vorneherein als von allen geteilt unterstellt werden – sie wäre vielmehr zu hinterfragen und gesellschaftlich zu diskutieren.


Müssten Unternehmen dann keine Steuern mehr zahlen?


Die angestrebte Umstellung des Steuerwesens von der nominellen Einkommensbesteuerung auf die Besteuerung des Verbrauchs (besser: des Realeinkommens) fragt nicht nach den Quellen des nominellen Einkommens sondern nach dessen Verwendung - nach der Inanspruchnahme von Leistungen aus der gesellschaftlichen Wertschöpfung. Sie fragt also nicht: wo kommst du her, sondern: wohin strebst du? Unternehmen sind ihrem Wesen nach steuerfrei – und wer sie trotzdem besteuert, zwingt sie nur dazu, die von ihnen entrichteten Steuern in den Preisen ihrer Produkte an die Konsumenten weiter zu wälzen. Die Steuern treffen stets die Konsumenten – von manchen wissen wir es, von anderen nicht. – Jede Steuererhebung bewirkt eine Teilung der gesellschaftlichen Wertschöpfung. Die öffentliche Hand erhält so ihren Anteil. Das Steuerwesen stellt schlussendlich drei Fragen:

  1. Was gibt der Einzelne zur Erlangung seines Realeinkommens aus (- das Andere für ihn erbringen)?
  2. Was investiert er in die Schaffung von Wertschöpfungsinstrumenten („Arbeitsplätze“)?
  3. Was überträgt er von seinem Geldeinkommen an Dritte (z. B. als Schenkung)?

Das Erste wird bei ihm als Konsum besteuert, das Zweite bleibt, weil es Wertschöpfungsinstrumente schaffen hilft, unbesteuert; das Dritte wird von dem versteuert, der dieses Transfereinkommen erhält. Wir haben aufgrund unseres Geldeinkommens diese drei Möglichkeiten: wir können mit ihm kaufen; wir können es für unternehmerische Verwendungen verleihen (oder es selbst investieren) oder wir können es anderen übertragen, d. h. es dem Bereich der Kultur, der sozialen Dienste (oder Ähnlichem) zuwenden. Das ist heute schon so; wir merken es nur zumeist nicht.


Wie stark steigen die Preise bei einer solch starken Mehrwertsteuererhöhung? Was ist mit der Inflation?


Die Preise der bezogenen Waren und Dienstleistungen (Lebenshaltungskosten) müssen durch die Umstellung des Steuersystems prinzipiell nicht steigen, wenn die höhere Konsumsteuer - wie vorgeschlagen - durch eine wegfallende Ertragsbesteuerung (wie zuvor erläutert) ausgeglichen wird. Aus den Preisen/Kosten der Produkte werden die nicht mehr erhobenen Unternehmenssteuern nämlich ganz verschwinden, so dass das Gesamtpreisniveau stabil bleibt. In diesem Umstellungsprozess des Steuerwesens sind wir im Übrigen bereits darinnen. Bei unterschiedlichen Steuersystemen in der EU kann es kleine Unterschiede beim Einkauf „hinter der Grenze“ (unter Beachtung der höheren Reisekosten!) geben. Größere Einkäufe müssen an der Grenze nachversteuert werden wie jetzt (Einfuhrumsatzsteuer). Wenn jemand heute im Ausland z. B. ein KFZ ohne Belastung mit Mehrwertsteuer erwirbt, wird es in Deutschland erst zum Verkehr zugelassen, wenn die darauf entfallende Einfuhrsteuer entrichtet ist. – Solange es unterschiedliche nationale Steuersysteme gibt, stellt sich an deren Grenzen stets die Frage nach der Behandlung grenzüberschreitender Waren- oder Leistungsströme (Export und Import). Das ist unvermeidbar und Kehrseite der nationalen Souveränität. Eine Bestellung im Internet geht heute zwar ungesehen über die Grenze, aber die Anlieferung der Ware oder Leistung ins Inland geschieht in der Regel nicht ganz unbemerkt. Mit deren Einfuhr unterliegt sie der Einfuhrbelastung nach inländischen Maßstäben.


Warum nehmen die Menschen nicht ihr Grundeinkommen und ziehen ins Ausland?


Das können sie. Allerdings werden sie nur dann im Ausland auch Güter für das Grundeinkommen erhalten, wenn sie dort Abnehmer für ihr Geld finden. Und jeder Verkäufer oder Geldwechsler im Ausland wird nur dann bereit sein zur Annahme von EURO, wenn er erwarten kann, dafür in Deutschland etwas kaufen zu können. Mit anderen Worten: letzten Endes wird im Wirtschafts- und Geldkreislauf auch ein im Ausland ausgegebenes Grundeinkommen wieder im Inland nachfragewirksam.


Was ist mit den Arbeiten, die niemand tun will, die aber für unsere Gesellschaft wichtig sind?


Sie müssten besser bezahlt werden, wodurch der Anreiz zu ihrer Rationalisierung steigen würde. Wenn es uns bisher gelungen ist, Tätigkeiten, für die der Einsatz menschlicher Arbeitskraft zu ‚teuer’ geworden ist, in Form von Maschinen und Methoden zu ersetzen - warum soll uns das nicht auch in Zukunft gelingen? Wir müssen Ersatz für Tätigkeiten finden, in denen Menschen keinen ‚Sinn’ in ihrer selbstbestimmten Lebensgestaltung mehr sehen. Die technischen Voraussetzungen dafür haben wir geschaffen. Ein Grundeinkommen würde außerdem zunächst nur an Bundesbürger und vielleicht an lange in Deutschland lebende ausländische Mitbürger gezahlt werden können. Alle anderen Mitbürger hätten dadurch viel bessere Aussichten, eine Arbeit in Deutschland zu finden.


Welche Auswirkungen hat ein in dieser Weise wirkendes Grundeinkommen für die Wirtschaft insgesamt?


Deutschland würde durch die damit mögliche Umstrukturierung des Steuerwesens eine ‚Steuer- und Investitionsoase’ werden. Sinkende Nettopreise (siehe oben) wirkten förderlich auf den Export. Niedrige Lohnstückkosten würden den Standort Deutschland attraktiv machen. Zudem würden Arbeitsmarktreglementierungen wie Tarifrecht und Kündigungsschutz überflüssig und somit ein flexibler Arbeitseinsatz auf der Basis von Individualvereinbarungen möglich.

Die Zukunftsangst der Menschen und die Vorsorge- und Sparnotwendigkeiten würden reduziert. Dadurch stünde mehr Geld für Konsum zur Verfügung. Die Stimulierung von Selbstorganisation und Selbstverantwortung (Freiheit) wäre die Folge. Zunehmend würden vor allem die als sinnvoll wahrgenommenen Arbeitsaufgaben gesucht und geleistete Arbeit würde den eigenen Intentionen in höherem Maße entsprechen und dadurch authentischer und letztlich auch effizienter ausgeführt werden. Es würde zusätzliches Potenzial für bezahlbare Kulturarbeit, Bildungs- und Pflegearbeit (Arbeit direkt für den Mitmenschen und am Mitmenschen) entstehen und ein immenser Impuls für Wissenschaft und Forschung ebenso wie unternehmerische Initiative freigesetzt.


Ist es nicht zynisch, Menschen einfach nur „mit Geld nach Hause zu schicken”? Berauben wir sie so nicht eines wesentlichen Lebensinhalts?


  1. Keineswegs. Wer Sinn und Erfüllung in seiner Arbeit findet, wird genauso arbeiten wie zuvor. Zynisch ist es hingegen, den Menschen zu unterstellen, sie wüssten jenseits der Arbeit nichts mit sich und ihrer Zeit anzufangen.
  2. Im Gegenteil: Sinn und Erfüllung der beruflichen Tätigkeit angesichts der aktuellen Situation am Arbeitsmarkt als die wesentlichen Motive der Wirtschaft und der Werktätigen zu attestieren wäre zynisch und ebenso sozialutopisch, wie dies gelegentlich der Grundeinkommensidee entgegengehalten wird. Ein Grundeinkommen räumt vielmehr mit diesem Zynismus auf und ermöglicht den Menschen eine sinnorientiertere Lebensführung. Außerdem trägt es den historisch veränderten Rahmenbedingungen von Fremdversorgung statt Selbstversorgung und von Produktivität und Überfluss statt Mangel (dem noch vorherrschenden Bewusstsein) Rechnung und ist daher im eigentlichen Wortsinne realistisch.

Fallen alle anderen staatlichen Leistungen mit Einführung des Grundeinkommens weg?


Die gegenwärtigen Transferleistungen stammen entweder aus dem Steueraufkommen oder aus gesetzlich verordneten Abgaben (Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung etc.). Für uns Bürger ist das kein großer Unterschied: das Geld geht zwangsweise weg. Persönlich begründete Versicherungen kann man natürlich nicht ohne Klärung der Rechtsseite in das Grundeinkommen einbeziehen. Es muss aber möglich sein, alles, was bisher schon an Grundeinkommenselementen vorhanden ist, in eine neue, einfachere Form zusammenzuführen. Das Grundeinkommen sollte zunächst Gerechtigkeitslücken der bisherigen Transfersysteme schließen und danach schrittweise angehoben werden, um das Ganze - nach Maßgabe erreichter Wohlstandsgewinne - passabler zu machen. Alles, wozu wir die Notwendigkeit der Zuwendung aus der gesellschaftlichen Wertschöpfung billigen, können wir auch finanzieren. Finanzierung ist nämlich im Grunde nichts Anderes als die bewusste Gestaltung dessen, was wir tatsächlich erreichen können. Zu dem bisherigen Wirrwarr haben wir uns ja auch einmal entschlossen – also können wir uns auch zu etwas Besserem entschließen.


Kann man die geltenden Rentenversorgungsleistungen in das Grundeinkommen (als Transferleistung) einbeziehen?


Bis zur Höhe des Grundeinkommens ist die Einbeziehung einer gesetzlichen Rentenversicherung eine Wohltat, weil das Grundeinkommen zu einem bedingungslosen Bezugsrecht wird. Auf jeden Fall werden die heute bestehenden Sozialtransfersysteme durch ein Grundeinkommen erheblich entlastet. Es kann daneben weiterhin Versicherungen aller Art für Leistungen oberhalb des Grundeinkommens geben; das bleibt der freien Vereinbarung wie bisher überlassen. Insgesamt geht es um den Einstieg in sozialere Zustände, nicht um die Sicherung alter Besitzstände.


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