«Die Welt schuldet keinem von uns einen Lebensunterhalt, aber wir alle schulden einander den Lebensunterhalt.»

Henry Ford

«Die Welt schuldet keinem von uns einen Lebensunterhalt, aber wir alle schulden einander den Lebensunterhalt.»

 
 

«Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen.»

Antoine de Saint-Exupéry

«Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen.»

 
 
 

«Der Offene findet für jedes Problem eine Lösung. Der Verschlossene findet für jede Lösung ein Problem.» Albert Einstein

 
 
 

«Man muss sich der Idee erlebend gegenüberstellen können, sonst gerät man unter ihre Knechtschaft.» Rudolf Steiner

Prinzip


In der Höhe des Grundeinkommens können staatliche Sozialleistungen und Förderungen entfallen. Das Grundeinkommen ersetzt die bestehenden Einkommen in seiner Höhe. BAFöG, Pensionen, Renten, Wohngeld … werden durch das Grundeinkommen ersetzt. Wo bestehende Einkommen höher sind als das Grundeinkommen, bleiben sie mit dem Betrag, der über das Grundeinkommen hinaus geht, bestehen. Das gilt für Sozialleistungen wie für alle anderen Einkommen. Wenn beispielsweise ein Polizistin heute 1500 Euro verdient und das Grundeinkommen wäre 1000 Euro, dann würde sich für sie zunächst nichts ändern, als dass ihr Einkommen dann aus zwei Teilen besteht: 500 Euro Gehalt und 1000 Euro Grundeinkommen. Das Grundeinkommen allerdings bleibt ihr, auch wenn sie nicht mehr Polizistin ist, wenn sie zum Beispiel ein Kind bekommt und sich erst mal ganz darum kümmern will. Und das Kind hat auch ein Grundeinkommen. Nicht so hoch wie das eines Erwachsenen, aber vielleicht halb so hoch. Kindergeld, Elterngeld, staatliche Unterhaltsleistungen, die gibt es nicht mehr.

In der Privatwirtschaft ist es ebenso. Das Grundeinkommen ersetzt bestehende Einkommen in seiner Höhe. Eine Verhandlungssache. Kommt der Ingenieur, der 3500 Euro verdient, noch zur Arbeit, wenn er für die Arbeit nur noch 2500 Euro bekommt, weil er bereits ein Grundeinkommen von 1000 Euro hat? Und wie ist es mit der Angestellten in der Gastronomie, die Teilzeit arbeitet und mit 800 Euro nachhause geht? Jetzt hat sie ein horrendes Grundeinkommen von 1000 Euro einfach so. Wie ist es mit dem Manager, der 12.000 Euro verdient? Lässt der sich überhaupt auf eine Neuverhandlung ein wegen dieser lächerlichen 1000 Euro Grundeinkommen? Was ist mit den vertraglichen Tariflöhnen?

Eins ist klar: viel Umdenken ist dran, neu denken, was Arbeit ist, was Einkommen, woher ich meinen Wert beziehe. Das geschieht schon vorher, bevor ein Grundeinkommen dann Schritt um Schritt über einen längeren Zeitraum hin auf die machbare und demokratisch beschlossene Höhe steigt. Deshalb ist die Zahl 1000 Euro für ein Grundeinkommen auch nur ein Beispiel.

Im Schnitt werden die Löhne, Gehälter und Honorare um die Höhe der Grundeinkommen sinken. Bei den gering bezahlten Arbeiten wird das weniger so sein. Dort wird die Arbeit durch das Grundeinkommen aufgewertet. Dort werden die Menschen unterm Strich mehr Geld in der Tasche haben als vorher. Bei den gut und sehr gut bezahlten Arbeiten werden sich verstärkt auch die Grundeinkommen der Lebenspartner und Kinder mit auf die Neuverhandlung des Arbeitseinkommens auswirken. Dort könnten die Erwerbseinkommen um mehr als ein Grundeinkommen sinken.

«Allgemein gilt: Hat ein Grundeinkommenskonzept, gleich welcher Art, nach seiner Einführung die Konsequenz, dass der Graph der bisherigen (PENschen)Verteilungsfunktion f zum Graphen einer neuen (PENschen) Verteilungsfunktion h wird, also zum Graphen einer neuen PENschen Parade, dann berechnen sich die (Netto-)Finanzierungskosten des Konzepts im Falle von x=N Teilnehmern an PENs Parade zu

                                               ʃ0N h(x)dx - ʃ0N f(x)dx.»

(André Presse in «Grundeinkommen - Idee und Vorschläge zu seiner Realisierung»)

Das Prinzip ist, dass die bestehenden Einkommen in der Höhe des Grundeinkommens vom Grundeinkommen ersetzt werden. Die Erwerbseinkommen sinken um die Höhe des bedingungslosen Grundeinkommens. Dadurch sinken die Kosten der Arbeit. Wenn man so will, kann man das Grundeinkommen als eine Subvention menschlicher Arbeit ansehen.

Das gleiche gilt für die Mehrwertsteuer, wenn sie die Ertragssteuern ersetzt.

«Maschinenarbeit dagegen wird heute subventioniert, weil sie keine [der Lohnsteuer] vergleichbare Steuer zahlen muss, sondern eher durch degressive Abschreibungen gepuscht wird. … Wenn wir radikal auf Mehrwertsteuer umstellen wird das Land ein Arbeits-, Steuer- und Investitionsparadies.» (Götz Werner, 2006)

«Die Sozialsystemkosten würden nicht mehr nur von den Arbeitenden erbracht, sondern von der ganzen Gesellschaft.» (Benediktus Hardorp, 2006)

Die um die Grundeinkommen gesunkenen Erwerbseinkommen senken die Herstellungskosten und gehen weiter in sinkende Preise. Umso mehr menschliche Arbeit in einer Dienstleistung oder Ware steckt, umso mehr wirkt sich das Grundeinkommen auf deren Preis aus.

Die gleiche Wirkung hat die Mehrwertsteuer, wenn sie Steuern auf Arbeit ersetzt.

Auf die gesunkenen Preise kommt die höhere Mehrwertsteuer. Damit bleiben die Preise für den Verbraucher im Schnitt auf einem gleichen Niveau wie zuvor, und ein Grundeinkommen für alle ist in die Bedingungslosigkeit transferiert.


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