«Die Welt schuldet keinem von uns einen Lebensunterhalt, aber wir alle schulden einander den Lebensunterhalt.»

Henry Ford

«Die Welt schuldet keinem von uns einen Lebensunterhalt, aber wir alle schulden einander den Lebensunterhalt.»

 
 

«Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen.»

Antoine de Saint-Exupéry

«Die Zukunft sollte man nicht vorhersehen wollen, sondern möglich machen.»

 
 
 

«Der Offene findet für jedes Problem eine Lösung. Der Verschlossene findet für jede Lösung ein Problem.» Albert Einstein

 
 
 

«Man muss sich der Idee erlebend gegenüberstellen können, sonst gerät man unter ihre Knechtschaft.» Rudolf Steiner

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Philip Kovce


Philip Kovce, 1986 geboren, ist freier Autor. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und Philosophie in Witten und Berlin, forscht am Basler Philosophicum sowie am Wittener Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre und Philosophie und ist Mitglied des Think Tank 30 des Club of Rome. 2006 gründete er mit anderen die Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen in Berlin und publiziert seither immer wieder zum Thema.


PLÄDOYER FÜR DAS GRUNDEINKOMMEN 

von Philip Kovce und Daniel Häni

Seit Jahrhunderten tobt ein Streit zwischen zwei Idealen: Freiheit und Solidarität. Das Liberale und das Soziale stehen sich unvermittelt gegenüber – und wenn das eine das andere beherrscht, wird es totalitär. So wie im Sozialismus oder Neoliberalismus. Seit einigen Jahren wird immer wieder über eine Idee diskutiert, die diese beiden Ideale kongenial verbindet: das bedingungslose Grundeinkommen. In der Schweiz wird 2016 eine Volksabstimmung darüber stattfinden, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Bürger eingeführt werden soll. Solidarität garantiert das Grundeinkommen, indem es die Existenz aller sichert. >>> weiterlesen


Lasst Arbeit Erfüllung werden

von Philip Kovce und Daniel Häni

Die Schweiz stimmt 2016 als erstes Land über die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ab. Die Grenze zwischen Befürwortern und Gegnern verläuft nicht entlang der üblichen Fronten. Kapitalisten und Sozialisten, Liberale und Konservative, Unternehmer und Gewerkschafter begeistern sich für den Vorschlag – und bekämpfen ihn. Er schafft neue Allianzen und lässt alte auseinanderbrechen. Der Grund dafür: Das Grundeinkommen stellt die richtigen Fragen. Das bedingungslose Grundeinkommen fragt zweierlei. Erstens: Was will ich eigentlich? Was würde ich tun, wenn für mein Einkommen gesorgt wäre? Wofür engagiere ich mich, wenn ich mich frei entscheiden kann? >>> weiterlesen


Das Existenzminimum ist unantastbar

von Philip Kovce

Wie liberal oder sozial eine Gesellschaft ist, lässt sich daran ablesen, wie sie mit Minderheiten umgeht. Ein Beispiel, das eindrücklich zeigt, dass die Bundesrepublik sowohl auf dem liberalen als auch auf dem sozialen Auge an Sehschwäche leidet, ist die Arbeitslosenunterstützung, die auf den Namen Hartz IV hört.

Wenn von Arbeitslosen gefordert wird, nahezu jede Beschäftigung aufzunehmen, wenn ihnen außerdem unbezahlte Arbeit einfach zugewiesen werden kann, dann hat das weniger mit dem Grundrecht auf freie Berufswahl als mit Zwangsarbeit zu tun. Das Existenzminimum wird dank Hartz IV nicht gesichert, sondern durch den jederzeit drohenden Leistungsentzug zur Verhandlungssache. >>> weiterlesen


Die Revolution der Möglichkeiten

von Philip Kovce

Für viele scheint das bedingungslose Grundeinkommen eine ganz nette, jedoch völlig verrückte Idee: Jeder soll, unabhängig von seinem Gehalt, ein Einkommen erhalten, das ihm als Bürger zusteht. Einfach so. Weil er ein Bürger ist. Bedingungslos. Das sei nicht zu finanzieren, sagen die einen; es sei ungerecht, sagen die anderen. Das mindere die Arbeitsmotivation, sagen die einen; es subventioniere die Löhne, sagen die anderen. Es sei Kapitalismus, schimpfen diese; es sei Sozialismus, fürchten jene.Warum kam die Idee überhaupt auf? >>> weiterlesen


Räppchenweise

von Philip Kovce

Wäre Peer Steinbrück jetzt Bundeskanzler und wollte er nun tatsächlich die Kavallerie zu unseren eidgenössischen Nachbarn schicken, um deren Steuerschlupflöcher zu stopfen – Ross und Reiter müssten sich auf unerwartete Gefahren einstellen. Denn spätestens auf dem Berner Bundesplatz, kurz vor den Toren des Schweizer Regierungssitzes, drohte der Tross stecken zu bleiben. Nicht im Steuersumpf, sondern im Geld. Fünfzehn Tonnen davon haben Aktivisten der Volksinitiative „Für ein bedingungsloses Grundeinkommen“ auf dem Bundesplatz ausgeschüttet: acht Millionen „Fünferli“, für jeden Schweizer Einwohner ein symbolisches Grundeinkommen von fünf Rappen. Gesamtwert: 400.000 Franken, etwa 325.000 Euro.

„Mit dem Grundeinkommen wird der Berg zum Teppich“, so der Künstler Enno Schmidt, der die Performance mit auf den Weg brachte. Und Oswald Sigg, ehemaliger helvetischer Vizekanzler und Mitbegründer der parteiübergreifenden Volksinitiative, sagte: „Das Grundeinkommen ist finanzierbar. Es kommt einzig auf den politischen Willen an.“  >>> weiterlesen


Niemand arbeitet mehr für sich selbst

von Philip Kovce 

Dass die Menschenwürde darin begründet liege, für sich selbst sorgen zu können, darin sieht Philip Kovce einen Fundamentalirrtum der Neoliberalen. Liberal hieße: Ermöglichen statt Erzwingen - zum Beispiel durch ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Liberal ist, wer nicht bestimmen will, was andere zu tun haben. Auch nicht indirekt, über die Umstände. Das bedingungslose Grundeinkommen ist liberal, weil es bedingungslos ist. Niemand bestimmt, wie der andere zu leben hat. Der Staat ist dabei nur Treuhänder, nicht Taktgeber.

Beim bedingungslosen Grundeinkommen stellt sich der Staat in den Dienst der Freiheit des Einzelnen. Und der Einzelne? Er steht im Dienst der Gemeinschaft. Das hört sich etwas seicht an. Aber es ist bereits Wirklichkeit. Die Wirklichkeit der Arbeitsteilung. >>> weiterlesen


Work-Life-Schizophrenie

von Philip Kovce 

Freizeit und Arbeitszeit voneinander zu trennen, ist zu einer Volkskrankheit geworden, argumentiert Philip Kovce. Denn: Wir entwerten die Arbeit, wenn wir sie nicht als Lebenszeit verstehen - und damit entwerten wir auch uns selbst.

Wir leben unentwegt, wenn wir leben. Egal, ob als Kinder im Hort oder als Alte im Heim, egal, ob als Mutter zuhause oder als Vater im Chefsessel, egal, ob beim Sonnenbaden oder auf der Karriereleiter: Wir leben – und fühlen uns dabei mal so, mal so. Gelebte Zeit ist Lebenszeit.

Die Unterscheidung zwischen Arbeitszeit und Freizeit ist ein recht junges Phänomen. Die Athener Bürger kannten es nicht. Sie hatten immer Freizeit – ihre Sklaven immer Arbeitszeit. Darin bestand ihr Leben. Auf dem Mittelalter-Bauernhof herrschte Arbeitszeit, wenn es etwas zu tun gab – und Freizeit, wenn die Sachen geschafft waren. Es ging nicht darum, Arbeitszeit zu maximieren oder Arbeit zu simulieren, sondern darum, Aufgaben zu erledigen. Erst durch die Arbeitsteilung und die sogenannte entfremdete Arbeit, die im Zuge der Industrialisierung Heerscharen in die Fabriken zog, kam die Teilung zwischen Arbeits- und Freizeit. >>> weiterlesen


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